Kündigungsfristen richtig berechnen: So vermeiden Sie teure Fehler
Erfahren Sie, wie Sie Kündigungsfristen korrekt berechnen und welche gesetzlichen Regelungen in Deutschland gelten. Ein Leitfaden von Rechtsanwalt Dr. Müller.
Dr. Thomas Müller
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Vertragsrecht
Die korrekte Berechnung von Kündigungsfristen ist eine der häufigsten Fehlerquellen im deutschen Vertragsrecht. Viele Verbraucher verschenken Geld, weil sie Fristen falsch berechnen oder schlicht verpassen.
Gesetzliche Grundlagen
Die allgemeinen Kündigungsfristen sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Besonders relevant sind:
Für die meisten Verbraucherverträge gilt seit der BGB-Reform 2022: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit können Verträge mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Die automatische Verlängerung beträgt maximal einen Monat (früher waren es oft 12 Monate).
Fristberechnung nach Paragraphen 186-193 BGB
Die Fristberechnung folgt klaren Regeln:
Praxisbeispiel
Ihr Mobilfunkvertrag hat eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Vertragsende. Das Vertragsende ist der 31. März. Die Kündigung muss also spätestens am 28. Februar beim Anbieter eingehen. Da der Zugangsweg (Post) einige Tage dauern kann, empfehle ich, die Kündigung spätestens eine Woche vorher abzusenden.
Mein Tipp
Senden Sie Kündigungen immer per Einschreiben mit Rückschein. Nur so haben Sie einen rechtssicheren Nachweis über den Zugang. E-Mail-Kündigungen sind zwar oft möglich, aber der Beweis des Zugangs ist schwieriger.
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